Tränenausbrüche in den Wechseljahren

Diese Frau leidet unter einem spontanen Tränenausbruch.

Diese Frau leidet unter einem spontanen Tränenausbruch. Foto lizensiert nach CC BY-SA 2.0 von Quinn Dombrowski auf flickr.

Bei allen Menschen, Frauen wie Männern, ändert sich ab einem bestimmten Alter der Hormonhaushalt. Das beginnt in der Pubertät und kommt in den Wechseljahren wieder. Nun empfinden gerade bei den Wechseljahren die einzelnen Menschen diese Umstellung anders. Die einen merken fast nichts, außer man ist vielleicht etwas unruhiger, bekommt Hitzewallungen oder man schwitzt etwas mehr als früher.

Weitere Symptome

Aber bei manchen Frauen kommen doch einige sehr unangenehme Begleiterscheinungen dazu. Das sind möglicherweise eine nervöse Unruhe mit erhöhtem Puls, starkes Schwitzen und Hitzewallungen. Sogar Übelkeit und manchmal auch Depressionen bis hin zu Weinkrämpfen und Verzweiflung werden beobachtet, ja auch Angst kann sich einschleichen.

Ursachen

Nun, erst muss mal klar gesagt werden, dass die Wechseljahre oder auch Klimakterium genannt, keine Erkrankung ist. Sicher muss man bei derartigen Beschwerden zum Arzt gehen und sich untersuchen lassen. Schließlich könnte ja auch eine Krankheit mit diesen Symptomen dahinterstecken. Aber wenn die Untersuchung kein Ergebnis bringt und das Blutbild entsprechend niedrigere Hormonwerte aufzeigt, ist dem Arzt schon klar, was die Ursache ist.

Wann kommt Frau in die Wechseljahre?

Grundsätzlich gibt es keine konkreten Angaben für ein bestimmtes Alter, wann sich die Wechseljahre bei Frauen einstellen. Man sagt normalerweise zwischen 40 und 50 Jahren. Aber es gibt auch Fälle, wo es auch früher zu einer Hormonumstellung kommt. Diese Hormonumstellungen sind immer mit Störungen des Menstruationszyklus begleitet. Das heißt also, die Monatsblutungen fangen zu unterschiedlichen Zeitpunkten an und dauern unterschiedlich lang, bis gegen Ende der Wechseljahre die Regelblutungen ganz ausbleiben. Damit endet aber auch die Fruchtbarkeit der Frau.

Die beschriebenen typischen Symptome können nun auch zu Schlafstörungen führen und dann psychische Probleme auslösen. Depressionen und auch Weinkrämpfe können die Folge sein. Jetzt ist ein guter Berater für die Frau notwendig. Selbstverständlich kann das der Mann, die beste Freundin oder aber auch ein Arzt sein. Aufklärung ist für die Frau wichtig. Krankheiten ausgeschlossen, muss die Frau damit umgehen lernen, nicht mehr Nachwuchs bekommen zu können. Damit ist aber das Leben nicht vorbei, wie manche Frauen vielleicht denken. Nein, es kommt ein neuer Lebensabschnitt. Die Wechselbeschwerden wie Weinkrämpfe vergehen nach der Hormonumstellung wieder von alleine.

Für die Zeit der Umstellung kann der Arzt der Frau verschiedene Medikamente verordnen. Das können pflanzliche Mittel sein, die die Stimmung aufhellen, wie beispielsweise Johanniskraut. Aber es gibt auch noch viele andere spezielle Wirkstoffe. Sollte dies nicht ausreichend sein, kann man eine Hormonersatztherapie starten und so die Probleme in den Griff bekommen. Wichtig ist, dass die Frau nicht den Lebensmut verliert, sondern lernt, dass sie auch jetzt noch einen wichtigen Platz in der Familie und der Gesellschaft hat. Und etwas Ablenkung schadet während dieser Zeit auch nicht, Hobbys können dabei helfen.