Piercing – Schmuck oder Körperkult?

Piercing

Maja Dumat / pixelio.de

Ein Augenbrauenpiercing wird in der Regel senkrecht durch die Braue gestochen. Entweder sticht man ein Ball Closure Ring oder ein Curved Barbell.

Die Geschichte und die Kultur

Dieses Piercing ist eines der wenigen, die außer einem ästhetischen Daseins, keine weitere sexuelle oder symbolische Bedeutung hat. Erstmals erschien es in den 80er Jahren und in den 90ern dann, gewann das Augenbrauenpiercing an Beliebtheit.

Das Stechen

Dieses Piercing ist ein sogenanntes Oberflächenpiercing. Es heißt deshalb so, weil sich der Einstich- und Austrittskanal auf der gleichen Höhe befinden. Da die Stichführung sehr knapp unter der Haut stattfindet, ist der Stichkanal nur ganz wenig mit Gewebe umgeben. Meistens wird das Piercing am äußersten Drittel der Augenbraue vorgenommen. Es kann vertikal aber auch horizontal erfolgen, wobei das vertikale Verfahren am Beliebtesten ist.

Zuerst wird die Hautpartie, die zu durchstechen ist, desinfiziert; genau wie bei allen anderen Piercings auch. Danach wird Ein- und Ausstichstelle gekennzeichnet und mit einer Klemmzange fixiert. Anschließend dann mit einer speziellen Nadel durchgestochen.

Probleme

Große Gefahr kann das Piercen mit sich bringen, wenn im inneren zwei Drittel der Augenbraue gepierct wird. Hier kann eine Verletzung von Gesichtsnerven eintreten, was im allerschlimmsten Fall eine dauerhafte Gesichtslähmung mit sich bringen kann. Manchmal können auch Abzweigungen des Trigeminusnervs verletzt werden. Diese Augenbrauenpiercings heilen normalerweise schnell ab. Man sagt, in einer Zeit von ca. vier bis acht Wochen. Außerdem bringt es ein relatives geringes Infektionsrisiko mit sich. Während der Abheilphase ist darauf zu achten, dass aufgrund der Lokalität, kein Haarspray, keine Schminke und keine Reinigungsmilch oder sonstiges an den Stichkanal gelangen kann.

Verschiedene Variationen

In den meisten Fällen wird das Piercing im äußeren Bereich der Augenbraue in einem Winkel gestochen. Dabei liegt die oben liegende Einstichstelle mehr außen als die untere. Damit passt sich das Piercing perfekt dem bogenförmigen Verlauf der Braue an. Piercings, die exakt vertikal gestochen sind oder Piercings, die sich im inneren Bereich der Augenbraue befinden, sind eher seltener zu finden.
Außer diesem üblichen Piercing, sind auch gewisse Sonderformen möglich, mit einer anderen Position.

Das horizontale Augenbrauenpiercing

Dieses Piercing wird waagerecht durch die Braue gestochen. Diese Möglichkeit kann sowohl unter als auch über der leicht erhöhten Ecke der Augenbraue platziert werden. Allerdings findet die erste Option häufiger Anwendung. Bei diesem Piercing liegen Ein- und Ausstichstelle noch exakter auf einer Höhe als bei dem vertikalen Piercing. Deshalb wird normalerweise ein Surface-Bar eingesetzt, damit die Gefahr des Herauswachsens minimiert ist. Wohingegen bei dem gewöhnlichen Piercing ein gebogener Barbell ausreichend ist.

Erwerben kann man schöne Piercings auch bei Onlineshops wie Piercing-Store.com oder direkt beim Piercing Studio.